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Zitat des Tages
Rundschau
Sonntag, 30.04.2017
Wissenswert
Rückblick
Vergangenheit hautnah
17.01.2017
Er wurde am 18. Oktober 1925 in Chemnitz als Kind einer normalen deutschen Familie geboren. Sein Vater kämpfte im Ersten Weltkrieg für Deutschland und wurde mit dem Eisernen Kreuz dekoriert, doch wenige Zeit später sollte dies keine Bedeutung mehr haben. Sonder erlebte schon als Kind Antisemitismus in der Schule. Im Zuge des nationalsozialistischen Holocausts nahm ihn 1943 die Polizei als Juden fest und er wurde nach Auschwitz deportiert. Er ist einer der wenigen Überlebenden von Auschwitz und dem Todesmarsch nach Flossenbürg.
Seit den 90er Jahren berichtet Sonder von seinem Überleben: „Ich hatte Glück, ich wollte überleben, ich war ein guter Sportler und ich wollte widerstehen.“ Wenn der SS-Arzt kam, mussten die Häftlinge einzeln an ihm vorbeigehen. „Senkte er den Daumen nach unten, bedeutete das Tod.“
Im Prozess gegen SS-Unterscharführer Reinhold Hanning reiste Sonder im Februar 2016 nach Detmold, um als Zeuge im Prozess gegen den 94-jährigen ehemaligen SS-Unterscharführer Reinhold Hanning auszusagen, der als Wachmann in Auschwitz arbeitete. In diesem Jahr soll ihm, der seit den 90er Jahren in Chemnitz wohnt, die Ehrenbürgerschaft verliehen werden.

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